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 Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallander: Schluss für pflegewissenschaftliche Fakultät

07.04.2021   Deutschlands derzeit einzige pflegewissenschaftliche Fakultät wird geschlossen. Ihre Stilllegung an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallander (PTHV) ist ein Rückschlag für die Entwicklung der Pflege, deren Versorgungshandeln wissens- und erkenntnisbasiert erfolgen muss. Jetzt aber wird der Pflege einer der wenigen Standorte universitärer Pflegeforschung, ein wichtiger Pfeiler pflegewissenschaftlicher Ausbildung sowie eine erhebliche wissenschaftliche Expertise verlorengehen.

Die Pflegewissenschaftliche Fakultät der PTHV hat im Jahre 2006 den Lehrbetrieb aufgenommen. Ihr geht es um die Grundlegung und Entwicklung der Pflege als Beruf, Profession und Disziplin mit ihren verschiedenen Handlungsfeldern.

Seit 2020 sind die Pallotiner alleinige Gesellschafter der PTHV (Foto). Die Fakultät für Pflegewissenschaft beanspruche den Löwenanteil der Ausgaben, so Provinzial-Pater Helmut Scharler. Weitere Gesellschafter oder dauerhafte Geldgeber ließen sich nicht auffinden. Entsprechend nennt die ordensähnliche Gemeinschaft für die Entscheidung ihrer Provinzleitung auch hauptsächlich finanzielle Gründe:

Es sei schwierig, sich als gebührenfinanziertes Angebot im Markt der Pflegewissenschaft zusammen mit staatlichen Mitbewerbern zu bewegen, die keine Studiengebühren erheben. Die Zahl der Studierenden an der pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV sei schon länger rückläufig, es gebe zu wenig Bewerber*innen. Die derzeit rund 250 Studierenden dürften ihr Studium noch abschließen, neue werden nicht aufgenommen.

In ein, zwei Jahren ist also Schluss in Vallander mit der Pflegewissenschaft. Laut Helmut Scharler hat sich auch die Hoffnung der Fakultät, dass die Pflege in Deutschland akademisiert werde, nicht im nötigen Maße erfüllt.

Der DVLAB bedauert die Schließung der Fakultät zutiefst. Auch ihm ist an der wissenschaftsbasierten Weiterentwicklung der Pflege gelegen – und außerdem an der Qualifizierung von Führungskräften in der Langzeitpflege. Damit diese endlich einen bundesweit einheitlichen Zugang zu Leitungspositionen erhalten, hat der DVLAB in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Freiburg einen entsprechenden Qualifizierungsrahmen mit klar gestuften Abschlüssen entworfen. Als Grundvoraussetzung ist darin u.a. ein pflegewissenschaftliches Studium vorgesehen. Begründung: Die künftigen Sozialmanager*innen müssen auch in der Lage sein, soziale Systeme zu verknüpfen, soziale Innovationen durchzusetzen und die Teilhabe an der Gestaltung sozialer Wirklichkeit zu ermöglichen.

Foto: PTHV


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Top Aktuell

  Covid-19-Impfung:
Aktualisierte Empfehlung der STIKO

Die Sta?ndige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung zum vierten Mal aktualisiert. Vorab ist nun eine online-Version der Empfehlung erschienen. Darin rät die STIKO u.a.: Unter Sechzigjährigen, die ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollte 12 Wochen später als Zweitimpfung ein zugelassener mRNA-Impfstoff verabreicht werden.

Hier die Empfehlung

  Pflegewissenschaft:
Das Ende einer Fakultät

An der Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallander (PTHV) wird es bald keine pflegewissenschaftliche Fakultät mehr geben. Damit bricht für die Pflege einer der wenigen Standorte universitärer Pflegeforschung, ein wichtiger Pfeiler der pflegewissenschaftlichen Ausbildung sowie eine erhebliche wissenschaftliche Expertise weg.

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 Lohnvergleich Pflege:
Hamburg vorn, Thüringen hinten

Die Steuer-
beratungs-
gruppe ETL hat 360.000 Lohndaten aus der Pflegebranche ausgewertet und für ihre aktuelle Studie "Lohnvergleich Pflege" ermittelt: Die Löhne sind im Jahr 2020 im Vergleich zu 2018 um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen. In Ost- und Westdeutschland verdienen Pflegekräfte aber immer noch ungleich, auch wenn der Unterschied schmilzt. Von den 13 untersuchten Bundesländer ist Hamburg Spitzenreiter. Dort erhalten beruflich Pflegende im Durchschnitt 14,93 Euro/Stunde brutto (ohne Zulagen), dicht gefolgt von Berlin (14,92 Euro/Std.) und Bayern (14,87 Euro/Std.) Thüringen hingegen belegt den letzten Platz mit 12,95 Euro/Stunde. Und auch nur vier Cent mehr wird in Mecklenburg-Vorpommern pro Stunde bezahlt. Nur knapp darüber liegen Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

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