31. Bundeskongress am 26. und 27. November 2026 in Berlin

Nachhaltige Sozialreformen brauchen mehr als reine Kosteneffizienz -
Wie geht es weiter für die Altenhilfe und Pflegeversicherung?


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Hoffnung auf eine umfassende, zukunftsweisende Pflegereform und Neuausrichtung der Pflegeversicherung ist offensichtlich zerplatzt: Der Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) zeigt sich als reines Kostendämpfungsgesetz ohne weitreichende Vision.

Schon zum Ende der letzten Bundesregierung tauchten plötzlich Zahlen über explodierende Kosten bei der Pflegeversicherung und drastisch gestiegene Fallzahlen an Pflegebedürftigen auf. Nur durch ein Darlehen blieb die Pflegeversicherung überhaupt zahlungsfähig. Inzwischen werden die benannten Milliardenlöcher immer größer - und ebenso die Frage: Wie konnte diese Entwicklung den zuständigen Ministerien und Fachpolitiker*innen eigentlich verborgen bleiben?

Ja, unser umlagebasiertes soziales Sicherungssystem steht insgesamt unter Druck, auch aufgrund von Leistungsausweitungen und der Demografie. So sollen jetzt auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Teilhabe rund 8,6 Milliarden Euro eingespart werden! Aber die Finanzierungs- und Strukturfragen brauchen belastbare fachliche Lösungen und keine reine Betrachtung des Sozialstaats als Kostenfaktor.

Wie geht es jetzt weiter? Was sind die Perspektiven für die Altenhilfe und die Pflegeversicherung? Welche strukturellen Veränderungen erzielen sinnvolle Einsparungen und Verbesserungen und erhalten zugleich die Versorgungssicherheit? Und was ist mit der Stärkung der Einnahmenseite der Pflegeversicherung z.B. über die Verbeitragung von Kapitalerträgen? Diese und eine weitere Vielzahl an komplexen Fragestellungen sind zu klären.

Natürlich stellen wir auf unserem 31. Bundeskongress auch die Frage, was wir Leitungskräfte und die Unternehmen zur Bewältigung der Krise beitragen können. Stoßen wir gemeinsam Lösungen mit an!

Schauen wir auf dem Kongress nach vorne und diskutieren wir mit namenhaften Referent*innen aus Politik, Wissenschaft und der Altenhilfe, wie wir vernünftige Reformen zur Umsetzung bringen können. Lassen wir es nicht zu, dass politisch forcierte Sozialkürzungen das Vertrauen in das politische System nicht nur bei sechs Millionen pflegebedürftigen Menschen und rund 10 Millionen pflegenden Angehörigen untergraben. Wir sind gefordert!

Wir freuen uns auf Sie und einen spannenden 31. Bundeskongress in Berlin!

Mit kollegialen Grüßen
Peter Dürrmann



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DAS PROGRAMM


(Stand: 07.07.2026)

Donnerstag, 26.11.2026

Ab 8.00 Uhr
Registrierung im Hotel H4 Berlin-Alexanderplatz, Berlin

Begrüßungskaffee

10.30 - 10.45 Uhr
Einführung in den Kongress
Peter Dürrmann, Bundesvorsitzender des DVLAB

10.45 - 11.25 Uhr
Sozialpolitik im Blindflug - Wenn der Zusammenhalt brüchig wird
Wege aus der gesellschaftlichen Fragmentierung
Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Gießen

11.25 - 12.05 Uhr
Personal sichern trotz Demografie
Erwerbsbeteiligung im Rentenalter als strategische Option
Dr. Oliver Ehrentraut

12.05 - 12.25 Uhr
Pause und Besuch der Ausstellung

12.25 - 13.25 Uhr
Die Pflegereform 2026 und ihre Auswirkungen
Was sind weitere Vorhaben der Bundesregierung bis 2029?
Dr. Martin Schölkopf, Berlin

13.25 - 14.25 Uhr
Mittagessen und Besuch der Ausstellung

14.25 - 15.05 Uhr
Einschätzungen zur Pflegereform
Warum ein Systemumbau der Versorgung unausweichlich ist
Prof. Dr. Heinz Rothgang, Bremen

15.05 - 15.45 Uhr
Die Gesundheitsreform 2026 im Faktencheck
Beitragssätze der GKV und offene Reformbedarfe im demografischen Wandel
Prof. Dr. Christian Karagiannidis

15.45 - 16.05 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

16.05 - 16.45 Uhr
Essenziell - Ansatzpunkte für Prävention bis ins hohe Alter
Ergebnisse der Studie Gesundheit 65+ des Robert Koch-Instituts
Dr. Judith Fuchs, Berlin

16.45 - 17.05 Uhr
Pause und Besuch der Ausstellung

17.05 - 18.05 Uhr
Terra incognita Springer- und Personalpools
Von der Planung zur rechtssicheren Umsetzung
Dr. Markus Plantholz, Hamburg

Warum tun wir uns die stationäre Pflege eigentlich noch an?
Nehmen wir die Aufhebung der Sektoren selbst in die Hand
Stephan Dzulko, Göttingen

18.05 - 19.00 Uhr
TV-Serie "Herbstresidenz": Ein Jahr danach
Inklusion fördern und den Pflegenotstand in Einrichtungen mildern
André Dietz, Bergisch Gladbach

Im Anschluss: "Berliner Abend"
Get together inkl. Buffet, Bier und Softgetränken im Hotel H4 Berlin-Alexanderplatz


Freitag, 27.11.2026

9.15 - 09.55 Uhr
Bundesteilhabegesetz (BTHG) - Anspruch und Wirklichkeit
Chancen am Arbeitsmarkt, selbstbestimmtes Wohnen, Sonderstrukturen, Bedarfsfeststellung
Annett Löwe, Berlin

9.55 - 10.35 Uhr
Zukunftspädagogik
Bildung und Lernen neu denken
Prof. Dr. Thomas Druyen, Wien

10.35 - 10.55 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

10.55 - 11.35 Uhr
Stop Bullshit Work
Leistungsfähigkeit und Selbstwirksamkeitserleben in Teams messbar steigern
Vera Starker, Berlin

11.35 - 12.15 Uhr
NEW Work und Agiles Führen praktisch umsetzen
Damit alle Beschäftigten im Change wirksam werden können
Claudia Thonet, Natalie Valentin, Essen

12.15 - 12.35 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

12.35 - 13.15 Uhr
Kostentreiber Konflikte aktiv in den Griff bekommen
Eine zentrale Leitungsaufgabe
Karla Kämmer, Essen

13.15 - 13.55 Uhr
Das Gold in den Fugen: Poesie zum Hoffen
Leah Weigand, Marburg (angefragt)

Auf fünf Minuten vor dem Mittagessen
Schlussbetrachtung und Ausblick
Peter Dürrmann, DVLAB

Mittagsessen und Abschiedskaffee


Fotoquellen:
prognos.com (Dr. Oliver Ehrentraut)
Jonathan Schüßler (Leah Weigand)
claudiathonet.de (Claudia Thonet)
researchgate.net (Dr. Judith Fuchs)
katho-nrw.de (Prof. Dr. Friedrich Dieckmann)
kaemmer-beratung.de (Karla Kämmer, Natalie Valentin)


DIE AUSSTELLER


 
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Telefon: 05121-2892872 | Telefax: 05121-2892879
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