31. Bundeskongress am 26. und 27. November 2026 in Berlin

Nachhaltige Sozialreformen brauchen mehr als reine Kosteneffizienz -
Wie geht es weiter für die Altenhilfe und Pflegeversicherung?


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

jetzt reicht`s!

Seit dem Jahr 2016 (!) setzen wir uns zusammen mit der Initiative Pro-Pflegereform für eine umfassende Strukturreform der Pflegeversicherung ein. Hierzu hat Prof. Dr. Heinz Rothgang in den Jahren 2017, 2019 und 2025 drei aufeinander aufbauende Gutachten vorgelegt. Der Grund unserer ganzen Anstrengungen: Ein "Weiter so" konnte es für die Pflegeversicherung schon vor 10 Jahren nicht mehr geben.

Drei Legislaturperioden lang hat die Bundespolitik uns immer signalisiert, jetzt wolle sie aber die Pflegeversicherung umfassend reformieren. Es folgten u.a. die Einführung des neuen erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die Einführung von Leistungszuschlägen zur Reduzierung des Eigenanteils bei der Pflege im Heim sowie zuletzt die Tariftreueregelung. Alles gut, jedoch kostensteigernd, das war jedem klar. Wo aber blieb die umfassende notwendige Pflegereform? Fehlanzeige seit einem Jahrzehnt! Die Bundespolitik lieferte nichts - außer Ausreden, noch mehr substanzlose Absichtserklärungen oder den Hinweis auf verhindernde äußere Umstände (Koalitionspartner).

Und heute? Wieder keine grundlegende Strukturreform der Pflegeversicherung von der neuen Bundesregierung, sondern mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) lediglich ein Kostendämpfungsgesetz - das aber satt! Die breite und deutliche Kritik daran durch zahlreiche Verbände und auch pflegende An- und Zugehörige ist berechtigt. Und unsere Geduld langsam am Ende.

Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sollte doch nun mehr als deutlich gemacht haben, dass langjähriges Nichtstun seitens der Bundespolitik die Menschen ärgert und ermüdet - und ein aktionistischer Rettungsversuch in Form von reinen Kürzungen im Sozialbereich die Betroffenen nur noch wütender macht. Das alles schädigt das Vertrauen ins demokratische Politiksystem. Man muss es der Bundesregierung so klar sagen: Nachhaltige Sozialreformen brauchen mehr als bloße Kosteneffizienz - sie müssen die Menschen mitnehmen!

Wie also geht es nun weiter? Was sind die Perspektiven für die Altenhilfe und die Pflegeversicherung?

Auf unserem 31. Bundeskongress am 26. und 27. November 2026 wird es hochaktuelle Neuigkeiten zur Pflegereform und deren Auswirkungen auf die Altenhilfe und unsere Unternehmen geben. Wir hören hierzu namenhafte Referent*innen aus der Praxis und Wissenschaft und diskutieren mit ihnen Lösungswege für die Pflegebranche. Ganz bewusst verzichten wir in diesem Jahr hingegen auf die Einladung von Fachpolitiker*innen, damit wir ergebnisorientiert tagen zu können. Die Auseinandersetzung mit der Bundespolitik führen wir natürlich fort, aber auf anderen Feldern.

Ja, es sind schwierige Zeiten. Aber kommen Sie trotzdem - oder besser: genau deshalb - nach Berlin. Wir freuen uns auf Sie!

Mit kollegialen Grüßen
Peter Dürrmann



Programmheft

Teilnahmebedingungen

Fax-Anmeldung

Online-Anmeldung

DVLAB Abrufkontingent Zimmer H4 Hotel unter:

Email oder Tel.: +49 30 439703600

 


DAS PROGRAMM


(Stand: 07.07.2026)

Donnerstag, 26.11.2026

Ab 8.00 Uhr
Registrierung im Hotel H4 Berlin-Alexanderplatz, Berlin

Begrüßungskaffee

10.30 - 10.45 Uhr
Einführung in den Kongress
Peter Dürrmann, Bundesvorsitzender des DVLAB

10.45 - 11.25 Uhr
Sozialpolitik im Blindflug - Wenn der Zusammenhalt brüchig wird
Wege aus der gesellschaftlichen Fragmentierung
Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Gießen

11.25 - 12.05 Uhr
Personal sichern trotz Demografie
Erwerbsbeteiligung im Rentenalter als strategische Option
Dr. Oliver Ehrentraut

12.05 - 12.25 Uhr
Pause und Besuch der Ausstellung

12.25 - 13.25 Uhr
Die Pflegereform 2026 und ihre Auswirkungen
Was sind weitere Vorhaben der Bundesregierung bis 2029?
Dr. Martin Schölkopf, Berlin

13.25 - 14.25 Uhr
Mittagessen und Besuch der Ausstellung

14.25 - 15.05 Uhr
Einschätzungen zur Pflegereform
Warum ein Systemumbau der Versorgung unausweichlich ist
Prof. Dr. Heinz Rothgang, Bremen

15.05 - 15.45 Uhr
Die Gesundheitsreform 2026 im Faktencheck
Beitragssätze der GKV und offene Reformbedarfe im demografischen Wandel
Prof. Dr. Christian Karagiannidis

15.45 - 16.05 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

16.05 - 16.45 Uhr
Essenziell - Ansatzpunkte für Prävention bis ins hohe Alter
Ergebnisse der Studie Gesundheit 65+ des Robert Koch-Instituts
Dr. Judith Fuchs, Berlin

16.45 - 17.05 Uhr
Pause und Besuch der Ausstellung

17.05 - 18.05 Uhr
Terra incognita Springer- und Personalpools
Von der Planung zur rechtssicheren Umsetzung
Dr. Markus Plantholz, Hamburg

Warum tun wir uns die stationäre Pflege eigentlich noch an?
Nehmen wir die Aufhebung der Sektoren selbst in die Hand
Stephan Dzulko, Göttingen

18.05 - 19.00 Uhr
TV-Serie "Herbstresidenz": Ein Jahr danach
Inklusion fördern und den Pflegenotstand in Einrichtungen mildern
André Dietz, Bergisch Gladbach

Im Anschluss: "Berliner Abend"
Get together inkl. Buffet, Bier und Softgetränken im Hotel H4 Berlin-Alexanderplatz


Freitag, 27.11.2026

9.15 - 09.55 Uhr
Bundesteilhabegesetz (BTHG) - Anspruch und Wirklichkeit
Chancen am Arbeitsmarkt, selbstbestimmtes Wohnen, soziale Teilhabe, Bedarfsfeststellung
Annett Löwe, Berlin

9.55 - 10.35 Uhr
Zukunftspädagogik
Bildung und Lernen neu denken
Prof. Dr. Thomas Druyen, Wien

10.35 - 10.55 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

10.55 - 11.35 Uhr
Stop Bullshit Work
Leistungsfähigkeit und Selbstwirksamkeitserleben in Teams messbar steigern
Vera Starker, Berlin

11.35 - 12.15 Uhr
NEW Work und Agiles Führen praktisch umsetzen
Damit alle Beschäftigten im Change wirksam werden können
Claudia Thonet, Natalie Valentin, Essen

12.15 - 12.35 Uhr
Pausencafé und Besuch der Ausstellung

12.35 - 13.15 Uhr
Kostentreiber Konflikte aktiv in den Griff bekommen
Eine zentrale Leitungsaufgabe
Karla Kämmer, Essen

13.15 - 13.55 Uhr
Das Gold in den Fugen: Poesie zum Hoffen
Leah Weigand, Marburg

Auf fünf Minuten vor dem Mittagessen
Schlussbetrachtung und Ausblick
Peter Dürrmann, DVLAB

Mittagsessen und Abschiedskaffee


Fotoquellen:
prognos.com (Dr. Oliver Ehrentraut)
Jonathan Schüßler (Leah Weigand)
claudiathonet.de (Claudia Thonet)
researchgate.net (Dr. Judith Fuchs)
katho-nrw.de (Prof. Dr. Friedrich Dieckmann)
kaemmer-beratung.de (Karla Kämmer, Natalie Valentin)


DIE AUSSTELLER


 
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