Demenz: Aufklärung-Comic zum Welt-Alzheimertag


21.09.2026 - Nach Schätzungen der Deutschen Alzheimergesellschaft sind weltweit etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen. In Deutschland leben etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Der jährliche Welt-Alzheimertag am heutigen 21. September macht die Öffentlichkeit auf die Situation der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen aufmerksam.

Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer's Disease International gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Seitdem organisieren auch die deutschen örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr Vorträge, Tagungen, Gottesdienste, Benefizkonzerte und anderes mehr, weil gar nicht genug über das Thema Alzheimer aufgeklärt werden kann.

Eine Heilung der Krankheit ist zwar noch nicht möglich, aber durch eine gezielte individuelle Behandlung sowie durch Beratung, soziale Betreuung, Unterstützung und fachkundige Pflege können der Verlauf der Erkrankung verzögert sowie der Alltag der Erkrankten und ihrer Pflegenden verbessert werden.

"Menschen mit Demenz müssen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können." Das fordert die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen in ihrer Stellungnahme "Gesellschaftliche Teilhabe und gute Versorgung von Menschen mit Demenz in den Fokus nehmen" anlässlich des Welt-Alzheimertags. In ihrer Stellungnahme begrüßt die BAGSO, dass die Nationale Demenzstrategie fortgeführt werden soll, und nennt Anforderungen, wie das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen konkret verbessert werden kann. Dazu erklärte die BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner: "Menschen mit Demenz dürfen nicht auf ihre Erkrankung oder auf Pflegebedürftigkeit reduziert werden. Sie wollen und können sich einbringen, lernen, arbeiten, mitentscheiden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Die Nationale Demenzstrategie muss dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen – einschließlich ausreichender finanzieller Mittel."

Jenseits davon weist die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) darauf hin, dass eine Demenz häufig zu spät erkannt werde. Deshalb hat die Junge Geriatrie, die Nachwuchsgruppe der DGG, eine kostenlose Aufklärungsbroschüre herausgegeben. Diese erzählt die Geschichte eines Betroffenen als Comic – ergänzt um verständlich aufbereitete Fachinformationen zu Warnzeichen und Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig nimmt die Comic-Broschüre die Angehörigen in den Blick, denn mit einer Demenz verändert sich nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das von Familienmitgliedern und anderen nahestehenden Personen, die einen großen Teil der Versorgung im Alltag übernehmen.

Die Comic-Broschüre ("Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht!") richtet sich an ein breites Publikum und kann auch in Einrichtungen der Altenhilfe ausgelegt werden.
Foto: Auszug aus dem Titelbild der Broschüre

Hier der Download für den Selbstausdruck

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