Pflegeberufe: Halten junge Leute für eine krisenfeste Branche


25.08.2026 - Die Pflege steht bei jungen Menschen als mögliches Berufsfeld höher im Kurs als gedacht. 14- bis 34-Jährige interessieren sich laut der neuen Studie "Arbeitgeber der Zukunft 2026/27" zunehmend für Berufe in den Bereichen Gesundheit, Pflege und öffentlicher Dienst.

Die Studie wurde von 1LIVE und dem WDR aufgelegt und vom Meinungsforschungsinstitut IFAK aus Taunusstein durchgeführt. Befragt wurden von Anfang Mai bis Ende Juni 2026 bundesweit 2.086 Personen im Alter von 14 bis 34 Jahren. Das erfreuliche Ergebnis zur Frage nach ihrem bevorzugten Berufsfeld: 25 Prozent sehen im Bereich „Gesundheit, Soziales und Pflege“ die Arbeitgeber der Zukunft. Das ist der höchste Wert, gefolgt vom Bereich „Öffentlicher Dienst und Verwaltung“ mit 24 Prozent.

BESONDERS WICHTIG: VERGÜTUNG UND BETRIEBSKLIMA

Kommen wir nun zur Frage, was aus Sicht der Befragten einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht. Dazu waren verschiedene Bewertungskategorien vorgegeben, denen man in mehreren Abstufungen voll bis gar nicht zustimmen konnte. So ergab sich folgendes Ranking:

Volle Zustimmung erhielten mit jeweils 48 Prozent die Faktoren „Vergütung und Benefits“ sowie „Unternehmenskultur und Betriebsklima“. Beides war den jungen Menschen also am wichtigsten. Immerhin noch 44 Prozent ungeteilte Zustimmung erhielt der Faktor „Arbeitsplatzsicherheit“, gefolgt von „Diversität und Inklusion“ mit 43 Prozent.

Am unteren Ende dieses Rankings rangieren hingegen das „Arbeitgeberimage“ (26 Prozent Zustimmung), „Digitalisierung und KI-Kompetenz am Arbeitsplatz“ (22 Prozent Zustimmung) sowie „Sinn und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ mit nur noch 21 Prozent Zustimmung.

Auch interessant: Entgegen weit verbreiteter Meinung ist den jungen Leuten der Faktor „Work-Life-Balance & Flexibilität“ mit 38 Prozent Zustimmung unwichtiger als angenommen. Auch „Karriere und Weiterbildung“ findet sich mit nur 29 Prozent Zustimmung im Ranking auf den unteren Plätzen.

MIT BAUCHSCHMERZEN ZUR ARBEIT

Erschreckend hingegen ist folgender Befund in dieser Studie: Etwa ein Drittel der befragten unter 35-Jährigen, die sich in Ausbildung oder Berufs befinden, geht regelmäßig mindestens einmal im Monat mit Bauchschmerzen zur Arbeit! Darunter befinden sich vier Prozent, auf die das täglich zutrifft, und 10 Prozent, die darunter wöchentlich leiden.

KONKRETE WÜNSCHE

Die Befragten hatten auch Gelegenheit, offene Antworten zu formulieren. Daraus wurden vier gleichwertige Themen herausgefiltert, die ihnen am Herzen lagen:

Faire Bezahlung: gutes Gehalt, angemessene Vergütung, leistungsgerechte Entlohnung
Gutes Arbeitsumfeld: nettes Team, angenehme Atmosphäre, respektvoller Umgang
Wertschätzung und Unternehmenskultur: Respekt, Kommunikation auf Augenhöhe, Vertrauen
Flexibilität: flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Quelle: www1.wdr.de


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