Aufruf an pflegende Angehörige: Petition mitzeichnen!


19.08.2026 - Noch hat der Aufruf des DVLAB, die Petition "Pflegereform ja - aber nicht auf Kosten pflegender Angehöriger" mitzuzeichnen, nicht voll gegriffen. Daher bittet der DVLAB alle Pflegende, An- und Zugehörige auf einem Handzettel um Unterstützung, damit die Petition ein großer Erfolg wird.

"Es braucht ein starkes Signal für Berlin um das Gesetzespaket noch einmal öffnen zu können", so der DVLAB Bundesvorsitzende Peter Dürrmann auch in einer Rundmail an die Mitglieder des DVLAB. Er bittet sie, den Handzettel auszudrucken und für ihre Kunden und Beschäftigten zu nutzen. Dürrmann: "Bewegen wir gemeinsam etwas für Millionen von Menschen, die auf die eine oder andere Art durch die beabsichtigte Reform bittere Nachteile erleiden werden."

HIER DER WORTLAUT DES HANDZETTELS:

Mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sind für die häusliche Pflege Einsparungen und Änderungen vorgesehen, die pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden An- und Zugehörigen zusätzlich belasten werden. Die Eigenanteile steigen, Leistungen werden gekürzt.

Was können wir gemeinsam dagegen tun?

Unterstützen Sie die Petition Pflegereform ja – aber nicht auf Kosten pflegender Angehöriger der Vereine wir pflegen e.V. und Pflegende Angehörige e.V. Mit Ihrer Unterschrift können Sie dazu beitragen, den Gesetzgeber zu einer Überarbeitung der geplanten Regelungen zu bewegen. Die Petition richtet sich insbesondere gegen Maßnahmen im Pflegeneuordnungsgesetz, die die Situation für Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen verschlechtern.

Zum Beispiel sollen die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 30 Prozent gekürzt werden. Dabei haben viele ihre Erwerbstätigkeit bereits eingeschränkt oder sogar ganz aufgegeben, um einen nahestehenden Menschen zu versorgen. Eine Kürzung der Rentenbeiträge würde ihre soziale Absicherung im Alter weiter schwächen. Ein Schlag ins Gesicht aller pflegenden Angehörigen!

Auch bei den Pflegeleistungen sind Einsparungen vorgesehen: Bisher bestehen unter anderem eigenständige Ansprüche auf Verhinderungspflege, den Gemeinsamen Jahresbetrag oder zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Künftig sollen diese Leistungen wegfallen bzw. in neuen Budgets gebündelt werden, darunter ein Entlastungsbudget. Unter dem Strich steht deutlich weniger Geld zur Verfügung.

Noch ist es Zeit, Einfluss zu nehmen. Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz soll erst nach der Sommerpause zunächst
im Kabinett und anschließend im Bundestag beraten und beschlossen werden. Die Regelungen sind also noch zu verändern. Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto deutlicher wird das Signal an die Politik sein: Eine Pflegereform darf nicht zulasten der Menschen gehen, die tagtäglich zu Hause Pflege leisten und Unterstützung organisieren.

Solidarisieren auch Sie sich mit den Millionen pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen in Deutschland.
Stärken Sie die häusliche Pflege mit Ihrer Unterschrift! Wir vom Deutschen Verband der Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe (DVLAB) unterstützen die Petition aus Überzeugung.


Hier geht`s zur Petition


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