Deutscher Pflegerat: Positionspapier zur Zukunft der Langzeitpflege
05.03.2026 - Der Deutsche Pflegerat sieht in einem Positionspapier die Pflege und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nicht auf die Betroffenen abgewälzt werden dürften. Eine personen- und familienzentrierte Pflege mache das System gerechter, krisenfester und stärke den sozialen Zusammenhalt in einer alternden Gesellschaft, heißt es in einem soeben erschienenen Positionspapier.
Darin spricht der Deutsche Pflegerat folgende Empfehlungen aus:
1. Umbau der Strukturen hin zu professionell fundierten, nachhaltig finanzierten und wohnortnahen Versorgungslösungen.
2. Stärkung von Pflegebeziehungen, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität durch verbindliche Zeitbudgets und Anerkennung von Beziehungsarbeit.
3. Vernetzte und sektorenübergreifende Versorgung, die Kontinuität und individuelle Passung ermöglicht.
4. Neue Wohn- und Versorgungsformen, die vertraute Lebenswelten, Teilhabe und Selbstbestimmung sichern.
5. Prävention und Gesundheitskompetenz, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und das System zu entlasten.
6. Aufbau sozialer Netzwerke, die Teilhabe, Resilienz und gemeinschaftliche Verantwortung fördern.
7. Interprofessionelle Zusammenarbeit, die Pflegefachpersonen eine koordinierende Rolle und mehr Entscheidungskompetenz einräumt.
8. Bildung und Professionalisierung, insbesondere durch Akademisierung und lebenslanges Lernen.
9. Sinnvoller Einsatz von Technik und Digitalisierung, der Beziehungszeit stärkt statt ersetzt und gleichzeitig Datenschutz und Qualität wahrt.
Hier die Langfassung des Positionspapiers
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