Pflegeausbildung: Nur 0,2 Prozent mit Abschluss in der Altenpflege


06.02.2026 - Wie das Portal bibliomed-pflege.de heute vermeldet, haben die beiden Bundesministerien für Familie (BMBFSFJ) und für Gesundheit (BMG) dem Bundestag nun einen Bericht über die Ausübung des Wahlrechts in der Pflegeausbildung vorgelegt. Danach haben Auszubildende in den Jahren 2023 und 2024 zu je 99 Prozent einen generalistischen Berufsabschluss gemacht.

Wörtlich heißt es in der Meldung weiter: "Für das Jahr 2024 haben dem Bericht zufolge 13.701 Auszubildende einen Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege gewählt. Davon haben 83 Personen das Wahlrecht ausgeübt und den Berufsabschluss in der Altenpflege erlangt. Das entspricht etwa 0,6 Prozent der Auszubildenden mit dem entsprechenden Vertiefungseinsatz und 0,2 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen." Und nur rund 0,8 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen schlossen ihre Pflegeausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ab.

Nach diesen Zahlen wählte also nur ein Prozent der Auszubildenden überhaupt einen gesonderten Berufsabschluss in der Pflege. Wie bibliomed-pflege berichtet, würden die Ministerien daraus schlussfolgern: "Die Nachfrage nach den spezialisierten Abschlüssen sei somit zu gering, um sie dauerhaft im Gesetz zu verankern. Zudem würden die Abschlüsse die wachsenden Spezialisierungsanforderungen im Beruf nicht abbilden – entsprechende vertiefte Kompetenzen würden ohnehin erst über Fort- und Weiterbildungen oder Studiengänge erworben." Vor einer endgültigen Entscheidung würden das BMG und das BMBFSFJ aber eine "flächendeckende fachliche Anhörung" vorschlagen.

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