Präventionsoffensive des BMG: Mentalitätswandel erwünscht


20.07.2026 - Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am 16. Juli eine sogenannte Präventionsoffensive gestartet. Prävention und Gesundheitsförderung sollen zu einer tragenden Säule des Gesundheitssystems werden. Dafür will das BMG einen nachhaltigen Mentalitätswandel anstoßen.

Künftig müsse man noch besser darin werden, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken bei der Auftaktveranstaltung. "Mit der Präventionsoffensive setzen wir ein klares Signal: Prävention ist keine Nebensache, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe. Wir wollen Gesundheit stärker fördern, Krankheiten verhindern und Prävention stärker im Alltag der Menschen verankern. Das Gesundheitssystem kann hier besser werden, aber auch nicht alles leisten. Deshalb setze ich auf einen möglichst breiten Ansatz und werde dazu in den kommenden Monaten mit möglichst vielen Politikfeldern gemeinsame Handlungsfelder erörtern."

Die Präventionsoffensive soll an das bisherige Präventionsgesetz anknüpfen und es konsequent weiterentwickeln. Dabei wird Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, folglich sollen Bund, Länder, Kommunen, Leistungserbringer sowie weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen eng(er) zusammenarbeiten. "Ziel ist es, bestehende Maßnahmen besser miteinander zu verzahnen, Präventionsangebote weiterzuentwickeln und Gesundheitsförderung dauerhaft in den Lebenswelten der Menschen zu verankern", so das Bundesgesundheitsministerium.

Die Präventionsinitiative orientiert sich an fünf übergeordneten Zielen:

▶︎ Gesundes Aufwachsen von Kindern – in Lebenswelten, die gezielt fördern
▶︎ Gesundes und produktives Arbeiten – mit einem besseren Zusammenwirken von betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz
▶︎ Gesund leben und älter werden – mehr gesunde Lebensjahre und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
▶︎ Höhere Gesundheitskompetenz – durch zugängliche und zielgerichtete Informationen
▶︎ Rahmenbedingungen, die einen gesunden Lebensstil ermöglichen und fördern – entschieden gegen vermeidbare Volkskrankheiten

Zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit verweist das BMG vor allem auf das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) und den dort skizzierten Übergang von einer kurativ- zu einer präventions- und rehabilitationsorientierten pflegerischen Versorgung. Unter anderem dazu hat der DVLAB ausführlich Stellung genommen.

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