Erste Hitzewelle: Endlich abgeebbt
29.06.2026 - Die erste große Hitzewelle, unter der Deutschland in diesem Jahr ächzte, ist abgeebbt. Bis dahin hatten sich zwischen Meer und Alpen allerorts tagelang Temperaturen bis 40 Grad eingenistet und insbesondere alten und kranken Menschen zu schaffen gemacht. Wie sind Senioreneinrichtungen damit umgegangen?
Vor allem entlang ihrer Hitzeschutzpläne, die auf den Schutz der pflegebedürftigen Menschen und im Rahmen des Arbeitsschutzes der Mitarbeitenden zielen, sowie unglaublich engagiert, fürsorglich und kreativ. Das zeigt eine kleine Nachfrage bei Leitungskräften.
Vielerorts wurden Tagesabläufe an die Temperaturen angepasst und z.B. Aktivitäten in die Morgenstunden verlegt oder je nach Belastung ganz gestrichen bzw. durch andere ersetzt. Viele Einrichtungen haben - wo das möglich war – kühle Aufenthaltsräume vorgehalten sowie ständig Getränke verfügbar gemacht; manche reichten auch zwischendurch erfrischende Häppchen etwa in Form von Wassermelonen oder Eis. Selbstverständlich war überall, das Essensangebot an die hochsommerlichen Temperaturen anzupassen. Auch Ventilatoren wurden aufgestellt und mancherorts im Schatten sogar erfrischende Fußbäder (teils in kleinen "Babypools").
Wichtig war auch, die Hitze aus den Innenräumen fernzuhalten, daher wurde vorwiegend nur in den Morgenstunden gelüftet. Ebenso wichtig war die Beratung der alten und pflegebedürftigen Menschen sowie ihrer Angehörigen u.a. bezüglich ihres Trinkverhaltens, einer luftigen Kleidung und sonstiger Maßnahmen zur Linderung des Wärmeempfindens.
Von den Pflegekräften, die ja ebenfalls unter den Temperaturen litten, ist in Zeiten extremer Wärme regelmäßig sogar erhöhter Einsatz gefordert – insbesondere ihre Aufmerksamkeit, was mögliche Anzeichen einer Dehydrierung oder Überhitzung bei den ihnen anvertrauten Menschen betrifft.
Ein Problem bleiben bei akuten Hitzewellen in der Pflege jedoch die Bestandsbauten. Die wenigsten sind etwa mit guten Kühl- und Lüftungssystemen ausgerüstet. Und haben sich die Gebäude erstmal "aufgeheizt", ist in manchen Einrichtungen kaum noch ein kühles Fleckchen zu finden.
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