DVLAB-Fachtag in Kassel: Viel Input zum Generationenwandel
27.03.2026 - Auf dem DVLAB-Fachtag am 25.03.2026 in Kassel ging es um die Frage, wie die Erwartungen der Generationen Z und New Work den Arbeitsalltag in Einrichtungen und Diensten der Langzeitpflege neu definieren.
Karla Kämmer machte den Aufschlag für einen gemeinsamen Start in den Fachtag und übernahm die Moderation. Florian Owen und Patrick Wagner kümmerten sich um die Frage, wie Pflegeprozesse durch IT statt durch Improvisation wirklich besser werden. Stephan Dzulko betrachtete die Auswirkungen des neuen Gesetzes für weitere Befugnisse für Pflegefachkräfte und Entbürokratisierung in der Pflege unter dem Blickwinkel: Was kommt auf uns zu? Und Anna Thiele benannte die Gen Z als Gamechanger und gab Impulse, von denen jede Generation profitieren kann.
Insgesamt war der Fachtag sehr gut mit Teilnehmer*innen besetzt und hat sich als außerordentlich effektiv erwiesen. Auch Dr. Susanne El-Nawab, Redakteurin von Altenheim und care konkret im Verlagsbereich Altenhilfe von Vincentz Network, hatte den Fachtag besucht. Darüber schrieb sie im Nachgang einen Tag später auf der digitalen Plattform LinkedIn:
"Frech, faul, egoistisch, nicht belastbar, keine Stressresilienz, selbstüberschätzend", sprudelte es aus den Teilnehmer:innen nur so heraus. Die Wirtschaftspsychologie- und Psychologiestudentin Anna Thiele hatte nach gängigen Vorurteilen zu ihrer eigenen Generation Z gefragt. Und hielt dagegen: "Warum soll ich nicht ein bisschen das Leben genießen und mit meinen Freunden Matcha Latte trinken?" Denn die Gen Z wolle eben nicht so viel arbeiten, weil die Perspektiven für die Zukunft wenig versprechen. Wie der Generationenwandel gelingen kann, war gestern Thema eines DVLAB-Fachtags in Kassel. Karla Kämmer führte durch die Gespräche, bei denen sich einmal mehr zeigte, wie wichtig Austausch, Kommunikation und Kompromisse sind. Nicht nur in der Pflege. Unternehmen und Teams müssen sich neu zusammenraufen.
Einander mit Respekt zuzuhören und zu versuchen, die andere Perspektive zu verstehen, ist aus meiner Sicht die Basis. Für Führungskräfte stellen sich dabei die wesentliche Fragen: Was brauchen Menschen, um gut zu arbeiten, und wie finden wir gute Kompromisse für alle Seiten? Wie sorgt man für einen guten Wandel und Wissenstransfer, ohne weitere Generationenkonflikte zu schüren? Und wie bekommt man gerechte Strukturen und Aufgabenverteilung in die Teams, damit alle gut zusammenarbeiten und sich ergänzen?
❓❓❓ Was denken Sie, wie das gelingen kann?
Ich sammele gerade Ansätze und Ideen für ein Titelthema in "Altenheim" und freue mich über Ihre Erfahrungen aus der Praxis und Ihre Anregungen! ❓❓❓
Außerdem gab Berater Stephan Dzulko (context wissenswerk) seine Einschätzung dazu, was das BEEP für die Branche bedeutet. Seine Prognose lautet u.a.: Die Tourenplanung bzw. kompetenzorientierte Einsatzplanung werde in 5 bis 10 Jahren der Standard im vollstationären Bereich sein.
Einen Überblick zu möglichen digitalen Tools, die die Prozesse vereinfachen können, gaben Florian Owen und Patrick Wagner von digatus.care. Ihre Empfehlung: Sprachdokumentation, Wundanalyse und ein gutes DMS – als digitales Gedächtnis der Einrichtung.
Soweit der Bericht von Dr. Susanne El-Nawab; sie hat auch ihre Fotos vom Fachtag mit freundlicher Genehmigung für die DVLAB-Website zur Verfügung gestellt.
Hier die Referent*innen im Bild



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