Rheinland-Pfalz: Kammer-Vorstandsmitglied Nina Benz tritt zurück
27.03.2026 - Es gibt neue Entwicklungen in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz: Vor wenigen Stunden ist Vorstandsmitglied Nina Benz (Foto) zurückgetreten. Das hat sie über Soziale Medien bekanntgegeben. Unter anderem bei Facebook schrieb sie: "Ich trete zurück. Als Mitglied im Vorstand der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz kann ich es nicht mehr mit meinem Anspruch vereinbaren, was derzeit passiert. Ich habe insbesondere in Zusammenhang mit der laufenden Befragung zur weiteren Entwicklung der Kammer kein ausreichendes Vertrauen mehr."
Anlass ist offenbar die am 23. März gestartete online-Befragung der Mitglieder. Nina Benz dazu: "Aus meiner Sicht sind allein im Verlauf dieses Prozesses erhebliche Defizite in zentralen Bereichen deutlich geworden, insbesondere hinsichtlich Verfahrenssicherheit, methodische Qualität, Transparenz sowie der Klarheit der Verantwortlichen. Dabei rede ich auch und vor allem über grundlegende Anforderungen an eine verlässliche und glaubwürdige Selbstverwaltungsstruktur."
Weiter erklärte Benz, ihr sei die Entscheidung nicht leichtgefallen sei: "Sie ist jedoch notwendig, um meiner persönlichen Verantwortung gegenüber der Profession, den Mitgliedern und den grundlegenden Prinzipien unserer Arbeit gerecht zu werden." Es werde nun für die Kammer entscheidend sein, die aktuellen Entwicklungen transparent, strukturiert und unter Einbindung externer Expertise aufzuarbeiten, um Vertrauen wiederherzustellen und die institutionelle Handlungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Unter anderem auf Facebook wird ihr Rücktritt unterschiedlich kommentiert. Während eine Userin schreibt "Verständlich. Hut ab!" und ein weiterer das für ein "eindeutiges Signal, das keinem weiteren Kommentar benötigt…" hält, findet eine andere: "Ich sehe an dem Rücktritt nichts Heldenhaftes. Vielmehr interpretiere ich ihn als Rückzug, bevor der Laden untergeht." Wieder jemand anderem "kommt alles bekannt vor, das war in Schleswig-Holstein auch so."
Nachdem die online-Befragung sehr holprig und mit vielen technischen Problemen gestartet war, hatte die Gewerkschaft Verdi den Abbruch der Befragung gefordert. Das wurde von der Pflegekammer Rheinland-Pfalz jedoch als unverhältnismäßig zurückgewiesen.
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