Berlin: Jetzt mit Ombudsstelle für Auszubildende in der Pflege


05.03.2024 - In Berlin absolvieren derzeit rund 6.800 Menschen eine Ausbildung in der Pflege. Seit diesen März können sie kostenlose Unterstützung von einer Ombudsstelle bei Problemen und Konflikte mit ihren Ausbildungseinrichtungen erhalten.

Der DVLAB Berlin/Brandenburg begrüßt, dass das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin diese Ombudsstelle eingerichtet hat. Sie wirkt als außergerichtliche, unabhängige und unparteiische Schlichtungsstelle und kann von den Auszubildenden kostenfrei genutzt werden. Dazu Lageso-Präsident Alexander Straßmeir: „Ein kostenloses Verfahren zur Konfliktlösung hilft allen Beteiligten in der Pflegeausbildung und auch dem Pflegebereich insgesamt.“ Als erste ehrenamtliche Ombudsfrau wurde die in Fragen der Pflegeausbildung erfahrene Juristin Annette von Lersner-Wolff gewonnen.

Berlin ist jedoch nicht das erste Bundesland mit einer niedrigschwelligen Anlaufstelle für Auszubildende in der Pflege im Konfliktfall. Bereits im Juli 2020 hatte Nordrhein-Westfalen bundesweit vorgelegt mit der Einrichtung einer Ombudsstelle, die zwischen den Parteien vermitteln und mit ihnen einvernehmliche Lösung finden soll. Im Frühjahr 2023 zog dann Sachsen-Anhalt mit der Etablierung einer Ombudsstelle nach. In all diesen Bundesländern wurden diese Ehrenämter mit erfahrenen Expert*innen besetzt.

Grundlage für die Einrichtung von außergerichtlichen, unparteiischen Instanzen zur Schlichtung von Ausbildungskonflikten ist das Pflegeberufegesetz. Es ermöglicht es den Ländern, entsprechende Anlaufstellen einzurichten. Sie tun gut daran, das umzusetzen, schon weil dadurch möglicherweise Ausbildungsabbrüche verhindert werden können.

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