Pflegebevollmächtigte rückt an Forderungen des DVLAB heran


23.11.2022 - Wir erinnern uns: Auf dem 27. Bundeskongress am 10./11. November in Berlin hat der DVLAB zusammen mit namhaften Experten eine umfassende Strukturreform für die Altenhilfe gefordert. Jetzt hat auch Claudia Moll (Foto), die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, vor einem Kollaps des Pflegesystems gewarnt und tiefgreifende Änderungen der bestehenden Strukturen gefordert.

Auch laut Moll müsse es einen Wandel weg von den großen stationären Pflegeeinrichtungen hin zu einer lokalen Pflegeversorgung in den Wohnquartieren der Städte und Gemeinden geben. Aus ihrer Sicht ist ein Netz von ambulanten Pflege- und Tagespflegediensten nötig, damit das Pflegeangebot insgesamt unbürokratischer sowie leichter zugänglich wird.

Der DVLAB begrüßt, dass auch die Pflegebevollmächtigte nun zu vergleichbaren Erkenntnissen gekommen ist. Die Experten auf dem Bundeskongress - allen voran Prof. Dr. Thomas Klie (Freiburg), Prof. Dr. Klaus Wingenfeld (Bielefeld), Prof. Dr. Heinz Rothgang (Bremen), Bernhard Schneider (Sprecher der Initiative Pro-Pflegereform) sowie der DVLAB-Bundesvorsitzende Peter Dürrmann, sind sich auf dem 27. Bundeskongress einig gewesen: Um die Versorgung alter und pflegebedürftiger Menschen zukunftssicher zu machen, ist sehr schnell eine umfassende Strukturreform samt Auflösung der Sektorengrenzen vonnöten.

Peter Dürrmann: "Wenn die Sektorengrenzen nicht fallen, Pflegehäuser nicht zu Mietshäusern werden und das Leistungsrecht nicht in Richtung persönliches Budget verändert wird, kann die Zivilgesellschaft in die Versorgung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen nicht eingebunden werden. Das ist jedoch dringend geboten - denn die stationäre Altenpflege hat keine Zukunft mehr. Um die Versorgung aufrecht erhalten zu können, brauchen wir die Beteiligung der Zivilgesellschaft, der Angehören, der Nachbarn. Und wir brauchen für ihre Unterstützungsleistungen ein Belohnungssystem. Das persönliche Budget gibt Pflegebedürftigen selbst Geld in die Hand. So können sie individuell entscheiden, was ihnen hilft, den Alltag zu bewältigen."

Quelle: carevor9.de / Foto: Nikolai Kues

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