Mitten in der vierten Welle: Neue Virus-Variante


28.11.2021 - „Omikron“ wird die neueste Coronavirus-Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 genannt. Sie war erstmalig in Südafrika identifiziert worden. Mitten in der vierten Welle ist die Variante jetzt auch in Deutschland angekommen.

In Bayern haben sich mittlerweile zwei Fälle bei Reiserückkehrern aus Südafrika bestätigt, in Hessen ein Fall. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Omikron als „besorgniserregend“ eingestuft, weil der Erreger eine große Zahl von Mutationen am Spike-Protein aufweise. Genau hier setzen aber auch die Impfstoffe an.

Verständlich, dass alle Welt nun rätselt, wie gefährlich Omikron wirklich ist, auch im Vergleich zur derzeit grassierenden Delta-Variante. Verbreitet sich B.1.1.529 schneller? Ist die neue Variante noch ansteckender? Verlaufen entsprechende Infektionen noch schwerer? Wie reagieren ältere und hochaltrige Menschen darauf? Und wie wirksam schützen die derzeitigen Impfstoffe gegen Omikron und dessen Verbreitung?

An Antworten darauf arbeitet die Wissenschaft mit Hochdruck. Von der Mediziner-Vereinigung SAMA aus Südafrika war zwischenzeitlich zu hören, dass bei dort mit Omikron infizierten Erkrankten derzeit eher mildere Symptome zu beobachten seien. Das bedeutet jedoch keine Entwarnung.

Allerdings: Solange verlässliche Erkenntnisse noch ausstehen, darf Omikron weder auf die leichte Schulter genommen noch als beginnendes „Supervirus“ mit Angstszenarien belegt werden. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, hatte sich gegenüber Zeitungen der Funke Mediengruppe beispielsweise gesorgt, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös sei wie Delta und so gefährlich wie Ebola. Deshalb dürfe dem Virus erst gar keine Chance zur Mutation gegeben werden. Dafür werde es nötig sein, die Welt noch jahrelang zu impfen.

Vordringlich geht es in Deutschland jetzt darum, die Impfquote so rasch wie möglich zu erhöhen – sowohl bei der Erst- und Zweitimpfung als auch beim Boostern. Dazu Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, im ZDF mit Blick auf Omikron: „Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist.“

Eine klare Botschaft insbesondere an alle noch ungeimpften Personen in Deutschland. Sie machen der Gesellschaft hierzulande sehr große Sorgen. Deshalb wird auch die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht völlig zu Recht geführt und intensiviert.


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