VdPB fordert allgemeine Impfpflicht


24.11.2021 - Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) hat in einem Positionspapier ein klares Ja zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gesagt. Dem parlamentarischen Vorschlag einer lediglich auf bestimmte Berufe und Tätigkeitsfelder beschränkten verpflichtenden Corona-Impfung erteilten die Organisation, ihr Präsident sowie VdPB-Justiziar Prof. Dr. Thomas Klie eine Absage. Das hat Thomas Klie auch auf dem diesjährigen 26. DVLAB Bundeskongress in Berlin nochmal bekräftigt.

Entlang sehr schlüssiger Argumente führt der VdPB zusammengefasst aus:

1. Keine Herdenimmunität erreicht: Auch viele Berufsverbände der Pflege sowie Gewerkschaften und politische Parteien im Bundestag hätten ursprünglich eine hohe Impfbereitschaft erwartet. Und damit im Ergebnis eine Herdenimmunität gegen das Corona-Virus. Das sei jedoch nicht eingetreten. „Die Impfquote in Deutschland ist zu niedrig. Die vierte Welle der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das Gesundheitswesen dokumentieren dies in dramatischer Weise“, heißt es im Positionspapier.

2. Begrenzte Impfpflicht ungeeignet: Eine Impfpflicht nur für Gesundheitsfachberufe schütze zwar vulnerable Gruppen, könne die Verbreitung des Virus – und damit die Entstehung neuer vulnerabler Gruppen – aber nicht aufhalten. Sie greife daher zu kurz „und ist nicht geeignet und ausreichend, um die Pandemie einzudämmen“. Die Verantwortung und Verpflichtung für einen wirksamen Infektionsschutz allein den im Gesundheitswesen Tätigen aufzulasten, sei auch „ein falsches und fatales Signal“. Zudem würden keine belastbaren Zahlen über die derzeitige Impfquote in Gesundheitsfachberufen vorliegen. Und außerdem stoße eine in dieser Art enggeführte Verpflichtung zur Impfung auch auf verfassungsrechtliche Bedenken.

3. Blick weiten! Die VdPB unterstreicht auch die Eigenverantwortlichkeit der Pflegefachkräfte. Auch diese müssten ihren Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Sicherstellung der Gesundheitsversor-gung leisten. Lediglich der Blick auf die eigene Institution reiche nicht. Vielmehr gehe es jetzt und auch langfristig um den Gesundheitsschutz und die gesundheitliche Versorgung der Allgemeinheit.

3. Fazit
Vor diesem Hintergrund fordert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern die allgemeine Impfpflicht der Bevölkerung gegen das Corona-Virus. Nur dadurch „kann der Gesundheitsschutz der Gesamtbevölkerung auf Dauer wirksam gewährleistet werden“. Das beuge auch einer Überlastung des Gesundheitssystems vor und gewährleiste auf Dauer dessen Funkti-onsfähigkeit. Daher müssten verfassungsrechtliche Bedenken in Zusammenhang mit der allgemeine Impfpflicht jetzt aufgegeben werden.

Hier das Positionspapier

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