RKI: Alten- und Pflegeheime sollten sich auf den Herbst/Winter vorbereiten


22.09.2021 - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine "Aktualisierung der ControlCOVID-Strategie zur Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22" vorgenommen. Darin enthält der Abschnitt 3.3.3 diverse Empfehlungen an Alten- und Pflegeheime.

Stand heute stellt das RKI zunächst allgemein fest: Es bleibe wichtig, die Infektionszahlen nachhaltig niedrig zu halten. Die Vorstellung des Erreichens einer „Herdenimmunität“ mit dem Ziel einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus sei jedoch nicht realistisch.

Mit Blick auf die Alten- und Pflegeheime schreibt das RKI: "Die für den Herbst und Winter 2021/22 zu erwartenden besonderen Anforderungen an die ambulante und stationäre Pflege durch COVID-19 und weitere akute Atemwegserkrankungen, insbesondere bei Risikogruppen und älteren Menschen, erfordern eine sorgfältige und umfassende Vorbereitung und Verstärkung des Pflege- und Gesundheitssystems."

Aus Sicht des RKI können auch die Pflegenden selbst wieder verstärkt von Infektionen betroffen sein.

Weiter heißt es: "Ein denkbares Szenario ist, dass bei hochbetagten Menschen mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Impfung vermehrt Impfdurchbrüche auftreten können, so dass es in Pflegeheimen zu schweren COVID-19 Ausbrüchen kommen kann."

▶︎ EMPFEHLUNGEN des RKI an Alten- und Pflegeheimen, u. a.

• Stärkung der Personalressourcen und Hygienekompetenz;

• Einsatz individueller Schutzmaßnahmen wie MNS, die potenziell infektiöse Kontakte nicht nur in Bezug auf SARS-CoV-2, sondern auch auf Influenza reduzieren;

• Implementierung von Angeboten zur Impfung gegen SARS-CoV-2, Influenza und Pneumokokken für (neu aufgenommene) Bewohner*innen sowie SARS-CoV-2 und Influenza für neu eingestelltes Personal;

• Vorbereitung eventueller Auffrisch-Impfungen, die bei nachlassender Immunität dieser Risikogruppe in den kommenden Monaten möglicherweise erforderlich sein werden;

• Aufbau von Strukturen und Verfügbarkeit von Werkzeugen, die ein Monitoring von Maßnahmen wie bspw. auch Durchimpfung und Infektionszahlen in den jeweiligen Einrichtungen ermöglichen;

• zusätzlich eine Prüfung und Vorbereitung der technischen und organisatorischen Maßnahmen. Beispiele sind Messung und Verbesserung der Raumluftqualität (z.B. CO2-Messungen, Frischluftzufuhr, wo effektiv einsetzbar: Luftreiniger); Vorbereitung einer systematischen Teststrategie zum Screening von Personal und Besuchenden (hier können v. a. für das Personal neben Antigentetsts auch die sensitiveren gepoolten PCR-Tests zum Einsatz kommen).




zurück

DVLAB e.V.
Bahnhofsallee 16 | D-31134 Hildesheim
Telefon: 05121-2892872 | Telefax: 05121-2892879
E-Mail: info@dvlab.de
Impressum | Datenschutz
Admin
- 422430 -