Weniger Pflegekräfte durch Pandemie


09.03.2021 - Medienberichten zufolge hat die Pflege in Deutschland allein in der ersten Welle der Corona-Pandemie über 9.000 Pflegekräfte verloren. Zwischen Anfang April und Ende Juli 2020 soll das Minus in der Altenpflege 3.885 Beschäftigte betragen haben, in der Gesundheits- und Krankenpflege in diesem Zeitraum 5.124 Beschäftigte.

Auf welt.de ist z.B. zu lesen: "Dem Bericht zufolge waren alle 16 Bundesländer betroffen. Im klinischen Bereich sei der Rückgang des Personals in Bremen mit 1,7 Prozent am stärksten, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Thüringen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. In der Altenpflege habe Hessen mit einem Minus von 1,6 Prozent den größten Einbruch verzeichnet. Danach folgten Bremen, Bayern, Hamburg und Niedersachsen."

Für diese Entwicklung machte laut "Welt" die pflegepolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Pia Zimmermann, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verantwortlich. Sie soll der Regierung vorgeworfen haben, die Lage durch eine verfehlte finanzielle Ausgestaltung der Kranken- und Pflegeversicherung zu verschärfen.

Die Berichterstattung u.a. der "Welt" geht auf Zeitungsartikel der Funke-Mediengruppe zurück. Diese beruft sich wiederum auf bislang unveröffentlichte Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die die Linke-Bundestagsfraktion angefragt hatte.

Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

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