Pflegekammer Niedersachsen: Weiterhin Querelen


29.01.2020 - Die zu Recht umstrittene Pflegekammer in Niedersachsen kommt nicht zur Ruhe. Erst hatte sie an ihre Pflichtmitglieder teils überhöhte Beitragsbescheide verschickt. Das führte bei Pflegekräften in Niedersachsen zu massiven Protesten. Diese richteten sich sehr bald nicht nur gegen die verlangten Unsummen, sondern vor allem grundsätzlich gegen die Zwangsmitgliedschaft und Beiträge.

Ende 2019 beschloss die Landesregierung dann, für die Mitglieder alles auf "beitragsfrei" zu stellen. Bereits gezahlte Beiträge sollten zurückgezahlt werden.
Auch als Folge aller aufreibenden Diskussionen traten nun Mitte Januar 2020 drei Mitglieder des Kammervorstandes zurück. Die drei Frauen bleiben aber weiterhin Mitglieder der Kammerversammlung.

Und jetzt? Jetzt holte sich die niedersächsische Pflegekammer Georg Gabriel (Foto) als Interimsmanager zur Unterstützung des Vorstands. Der 66-jährige ehemalige Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen ist ein auch beruflich erfahrener Supervisor und Mediator mit viel Verwaltungskenntnissen und Expertise in der Organisationsentwicklung. Er möchte nach eigenem Bekunden dazu beitragen, die administrativen und strategischen Herausforderungen der Pflegekammer zu lösen, "damit sich die Pflegekammer voll und ganz den inhaltlichen Aufgaben widmen kann".

Am grundsätzlichen Widerstand gegen die Kammer, an dem auch der DVLAB aktiv mitwirkt, dürfte Gabriel wohl nichts ändern können. "Denn Pflegekammern lösen kein einziges Problem in der Altenhilfe", so der DVLAB-Bundesvorsitzende Peter Dürrmann.
(Foto: Jonas Gonell)

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