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Bundeskongress > 2018 > Feedback


Teilnehmerinnen und Teilnehmer
live vom 24. Bundeskongress in Berlin

Monika Kames-Austinat, Grevenbroich, leitet in Aachen eine stationäre Pflegeeinrichtung und ist auf dem Bundeskongress Mitglied im DVLAB geworden:
"Nach längerer Zeit bin ich heute wieder beim Bundeskongress dabei. Er hat unsere Arbeit immer mitgeprägt und ist mit seiner großen thematischen Bandbreite für mich die Veranstaltung des Jahres. Schon vor 20 Jahren haben wir an dieser Stelle übrigens über die Folgen des demografischen Wandels diskutiert - und heute erleben wir sie. Vom ersten Kongresstag nehme ich nach Aachen große Impulse mit. Auch in unserer Einrichtung stehen Veränderungen an. Hier sehe ich in der Ambulantisierung eine gute Perspektive, die ich sehr gern umsetzen möchte. Beeindruckt hat mich, dass der DVLAB im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege in vier von fünf Arbeitsgruppen mitarbeitet."
Angelika Braun (Pflegefachkraft) und Matthias Rohde (Abteilungsleiter) sind im schleswig-holsteinischen Dittmarschen auf Kreisebene bei der Heimaufsicht beschäftigt:
"Die Vorträge sind sehr informativ und haben uns zum Thema Pflegenotstand zusätzlich alarmiert. Das Problem Personalmangel sehen wir als Heimaufsicht natürlich auch." - "Das stimmt, wir sehen die Not in den Einrichtungen. Fast keine erreicht die Fachkraftquote. Die Krankenstände sind hoch, viele Stellen können nicht besetzt werden, Zeitarbeitsfirmen kommen ins Spiel. Insgesamt spiegeln sich solche Faktoren dann auch in der Qualität wider." - "Gerade die stationären Einrichtungen laufen wirklich am Limit, was zulasten der pflegebedürftigen Menschen geht. Dabei war der demografische Wandel lange bekannt. Für die Politik scheint er aber ganz plötzlich zu kommen." - "Die Politik ist konzeptlos, da gibt es keinen Plan, wie auch die Podiumsdiskussion am ersten Abend gezeigt hat." - "Ich war auch über den Eröffnungsvortrag von der Dame aus dem Bundesgesundheitsministerium schockiert. Ein soziales Pflichtjahr ist ja gut und schön. Aber dass die Bundesregierung überhaupt daran denkt, vielleicht auch Ältere zu verpflichten, das ist schon ein Ding ..."
Andreas Hinsche, Berlin, versteht sich als "Coach von der Seite". Er berät Einrichtungen der Altenpflege im kaufmännischen Bereich:
"Ich selbst habe früher als Zivildienstleistender interessante Erfahrungen gemacht, die ich heute nicht missen möchte. Daher habe ich die Diskussion über ein soziales Pflichtjahr aufmerksam verfolgt und finde eine Verpflichtung richtig. Allerdings sollte aus Rücksicht auf Lebensverläufe kein exakter Zeitpunkt dafür vorgeschrieben, sondern eher eine Zeitspanne genannt werden, in der das Pflichtjahr absolviert sein muss. Auch die Frage einer neuen Ausgestaltung der Pflegeversicherung hat mich sehr interessiert. Ein Sockel-Spitze-Tausch würde den Pflegebedürftigen sicher entgegenkommen. Überhaupt ist die Themenfülle auf dem Bundeskongress imponierend. Im nächsten Jahr will ich auf jeden Fall wieder dabei sein."
Barbara Kaffenberger (Frankfurt/Main) und Ralf Flachsenberg (Berlin) leiten jeweils beide ein Pflegeheim der Korian-Gruppe, nach eigenem Bekunden Europas größtem Anbieter von Pflege- und Betreuungsleistungen:
"Schon am ersten Kongresstag haben in mir verschiedene Vorträge stark nachgeklungen. Positiv im Ohr sind mir die sehr plastischen Ausführungen von Stephan Dzulko zu beispielgebenden ambulantisierten Versorgungsmodellen, die den Pflegebedürftigen wirklich dienen. Da hatte man gleich Lust, selber loszulegen! Befremdlich fand ich dagegen einige Anmerkungen von Frau Naase, die ja zu Beginn die Pläne der Bundesregierung vorgestellt hat. Sie hat sich damit ein paar Mal richtig in die Nesseln gesetzt, vor allem mit dem Gedanken an ein soziales Pflichtjahr für Ältere." - "Dafür war der Vortrag zum Sockel-Spitze-Tausch bei der Pflegeversicherung ganz hervorragend. Die Umsetzung wäre eine win-win-Situation für alle. Und wer mich noch gepackt hat, war Birgit Hoppe und ihre sehr sortierte freie Rede ohne jeden Schnickschnack zu den neuen Pflegeausbildungen. Thematisch für uns enorm wichtig ist aber auch das Thema der inklusionsorientierten Wohnquartiere." - "Was mich hier immer wieder mitreißt, ist das sehr große Fachwissen von Peter Dürrmann. Er ist wirklich der richtige Mann an der richtigen Stelle!"
Thomas Koß-Merrettig ist Geschäftsführer und Einrichtungsleiter eines Pflegeheims und einer Tagespflege in Einbeck. Zudem wurde er als Mitglied im DVLAB Niedersachsen/Bremen gerade in den Landesvorstand gewählt:
"Die konsequent berufsständische Ausrichtung der Themen und des DVLAB zeigt sich auch am Bundeskongress. Gut so! Das spiegelt sich in der Diskussion über Qualitätsfragen ebenso wider wie im Willen, differenzierte Wohn- und Versorgungskonzepte mitzugestalten und zukunftssicher zu machen. Für mich war Frau Hoppe besonders beeindruckend - beziehungsweise natürlich ihr hervorragender Vortrag über die neuen Pflegeberufe und was die Ausbildungsreform für uns bedeutet. Wir müssen mit unseren Einrichtungen jetzt dafür sorgen, dass das Berufsbild der Altenpflege erhalten bleibt und in den neuen Pflegeberufen seinen Schwerpunkt behält. Damit das tatsächlich passiert, werde ich vor Ort meinen ganzen Einfluss geltend machen. Frau Hoppe hat richtig gesagt: Für die Altenpflege geht es jetzt um alles!"
Monika Bauer ist Einrichtungsleitung eines Pflegeheims/Mehrgenerationenhauses in Arnstorf im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, Tobias Rieder leitet in der Einrichtung den ambulanten und teilstationären Bereich. Beide besuchen den Bundeskongress zum ersten Mal:
"Hier bekommt man wirklich sehr viele Informationen zu so vielen wichtigen Themen. Das ist so geballt, dass wir die Vorträge zu Hause anhand der Präsentationen noch mal nacharbeiten werden. Zum Glück können wir uns die Präsentationen von der DVLAB-Homepage herunterladen. Gerade die Umgestaltung der Pflegeversicherung interessiert mich. Allerdings wird es schwierig werden, die Sektorengrenzen aufzulösen. Dennoch wäre der vorgestellte Vorschlag zur Neugestaltung gerade für die Pflegebedürftigen von Vorteil." - "Das sehe ich genauso. Sehr wertvoll waren aber auch die Informationen zu den neuen Pflegeausbildungen sowie zu den künftigen Qualitätsprüfungen. Beides betrifft Pflegeeinrichtungen ja sehr direkt." - "Gefallen hat mir auch die Podiumsdiskussion, weil man da von der Politik Informationen aus erster Hand bekam. Allerdings teile ich einiges Gesagte nicht. Zum Beispiel hat die Digitalisierung, die in der Pflege ja längst eingezogen ist, für uns nicht die große Bedeutung wie für andere Branchen. Ich glaube, das schätzt Herr Rüddel von der CDU falsch ein, wenn er hauptsächlich von der Digitalisierung die große Entlastung für die Pflege erwartet." - "Jedenfalls war der Kongress sehr anregungsreich. Deshalb kommen wir nächstes Jahr wieder."
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