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 DVLAB-Klausur: Große Themen, viele Diskussionen, wichtige Richtungsentscheidungen

22.09.2018   Auf seiner diesjährigen Klausurtagung am 14./15. September 2018 in Gütersloh hatte der DVLAB viele wichtige Themen auf der Agenda. Der Verband konnte aber in gewohnt angenehmer Atmosphäre arbeiten, für die auch Burkhard Buchen, Mitglied im Bundesvorstand, in seiner erneut gastgebenden Einrichtung gesorgt hatte.

Neben den Mitgliedern des Bundesvorstands wirkten auch zahlreiche Vorstände aus den Landesverbänden Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin/Brandenburg, Thüringen und Niedersachsen/Bremen an der Klausur mit.

Hier eine Zusammenfassung der zentralen Themen, die in Gütersloh auf der Agenda standen:

▶︎ QUALIFIZIERUNG VON LEITUNGSKRÄFTEN
Ein zentraler Punkt auf der Tagesordnung war die Bearbeitung des Curriculums zum Aufbau eines Master-Studiengangs für Leitungskräfte. Das hatten Prof. Dr. Berthold Dietz und Prof. Dr. Thomas Klie von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg in Kooperation mit dem DVLAB erarbeitet. Federführend für den Verband waren dabei der Bundesvorsitzende Peter Dürrmann sowie Dr. Marion Goldschmidt und Georg Nicolay vom Bundesvorstand. Das Papier „Konzept eines Qualifizierungsrahmens von Führungs- und Leitungskräften in der Alten- und Behindertenhilfe nach DQR“ konnte nach intensiver fachlicher Diskussion mit wenigen Änderungen in die Endbearbeitung gehen.
Aktuell laufen Gespräche mit Fachhochschulen über die Einführung des neuen Studiengangs. Außerdem soll noch in diesem Jahr die Abstimmung mit den Bundesländern erfolgen.

▶︎ SOZIALES PFLICHTJAHR?
Debattiert wurde auf der Klausurtagung auch über den Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, ein soziales Pflichtjahr einzuführen. Grundsätzlich begrüßte der DVLAB dieses Vorhaben. Er will sich damit aber noch intensiver beschäftigen und anschließend ein Positionspapier dazu verfassen.

▶︎ WOHN- UND TEILHABEGESETZ NRW
Stark auseinander gesetzt haben sich die Klausurbeteiligten auch mit dem Entwurf des nordrhein-westfälischen Arbeits-, Gesundheits- und Sozialministers Karl-Josef Laumann zur Änderung des Wohn- und Teilhabegesetzes in NRW. Darin ist vorgesehen, die Anforderungen an die Leitung einer Einrichtung von „ausreichend qualifiziert“ auf lediglich „geeignet“ herabzusetzen. Das hat der DVLAB auf der Klausur kritisch gesehen. Darüber hinaus sollen die Pflegedienstleitungen künftig weisungsunabhängig arbeiten. Zum gesamten Gesetzesvorhaben will der DVLAB noch ausführlich Stellung nehmen.

▶︎ UMSETZUNG PFLEGEBERUFEGESETZ
Konstruktiv kritisch wurde außerdem die weitere Umsetzung des Pflegeberufegesetzes in den Blick genommen. Grundlage für die Diskussion war das Papier „Für die Altenpflege geht es um alles“ von DVLAB-Chef Peter Dürrmann und Dr. Birgit Hoppe, Bundesvorsitzende des Arbeitskreises Ausbildungsstätten Altenpflege (AAA). Der Text wird auch in der Zeitschrift Altenheim erschienen. Darin fordern die Autoren etwa die Sicherstellung der Kooperation zwischen den beteiligten Schulen sowie zwischen den Trägern der praktischen Ausbildung. Auch gleichwertige Strukturen für alle drei Ausbildungen werden ebenso angemahnt wie die Sicherung der Finanzierung von Investitionskosten. Diese und weitere Forderungen vertritt auch der DVLAB.

▶︎ GERONTOPSYCHIATRISCHER ZUSCHLAG
Ein weiteres Diskussionsfeld eröffneten die Ergebnisse der Studie „Bedarfskonstellationen bei gerontopsychiatrisch erkrankten Heimbewohnern mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten“. Sie hatte deutlich gemacht, dass ein nicht unerheblicher Anteil von noch mobilen Menschen mit Demenz gerontopsychiatrisch erkrankt ist und erhebliche Verhaltensauffälligkeiten aufweist. Das führt zu einem deutlich erhöhten Pflegebedarf und erfordert daher nicht nur spezifische Versorgungskonzepte, sondern auch einen gerontopsychiatrischen Zuschlag für zusätzliches und zusätzlich qualifiziertes Personal.

▶︎ VERBANDSENTWICKLUNG
Auch die innerverbandliche Weiterentwicklung war Thema auf der Klausur. Es gilt z.B., die Mitwirkung des DVLAB in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen personell zu sichern. Hintergrund zu dieser Frage war die „Konzertierte Aktion Pflege“ der Bundesregierung. Sie hat fünf Arbeitsgruppen eingesetzt, die kurzfristig Empfehlungen und Maßnahmen zur Abwendung des Pflegenotstands erarbeiten sollen. In vier dieser fünf Gremien wirkt der DVLAB mit.



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Top Aktuell

  24. Bundeskongress:
Volles Haus, volles Programm

Der 24. Bundeskongress hat am 15./16. November 500 Leitungskräfte aus der Alten- und Behindertenhilfe sowie zahlreiche Expertinnen und Experten nach Berlin gezogen. Moderiert wurde er von Dr. Marion Hartfiel (Foto). Peter Dürrmann, DVLAB-Bundesvorsitzender und Programmmacher der Veranstaltung, zog am Ende ein erstes Resümee: "Dass wir wieder ein volles Haus hatten, freut mich sehr! Inhaltlich hat der Kongress gezeigt, dass in der Politik ein Gesamtkonzept für die Pflege fehlt. Umso mehr sind wir jetzt gefordert. Es ist zum Beispiel sehr deutlich geworden, dass die Wahlfreiheit der Auszubildenden in den neuen Pflegeausbildungen zwingend zur Geltung kommen muss, damit die Spezialisierung Altenpflege nicht verloren geht. Auch das ist neben vielen anderen ein zentraler Punkt für uns."

Hier ein Bericht vom
24. Bundeskongress


  Pflegekammer:
Gute Nachricht aus Hessen

Am 16.11.2018 gab das hessische Sozialministerium in einer Pressemeldung bekannt: Mit einer knappen Mehrheit haben sich die beruflich Pflegenden in einer Befragung gegen die Errichtung einer Pflegekammer ausgesprochen. 51,1% der Befragten hatten dagegen votiert, 42,9% für eine Pflegekammer ausgesprochen. 6% der Befragten hatte dazu keine Meinung. "Die Zustimmung der im Bereich der Altenpflege Tätigen war deutlich geringer als die der in der Krankenpflege Tätigen", heißt es in der Presseerklärung. Die Befragungsergebnisse sollen nun im Kabinett beraten werden.

Hier die Presseerklärung


  Qualitätsausschuss:
DPR & DVLAB einig

Einen Tag vor dem 24. Bundes-
kongress war der Vertrag in trockenen Tüchern: Der DVLAB und der Deutsche Pflegerat (DPR) haben besiegelt, dass sie sich im Rotationsverfahren einen Sitz im Qualitätsausschuss Pflege teilen. Sofern dort ein Votum abgegeben werden soll, stimmen die Vertragspartner ihre Entscheidung zuvor ab. Erzielen sie dabei keine Einigung, so folgt daraus eine Enthaltung.

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