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+++ Generelle Lockerungen oder Aufhebungen bei Besuchsverboten geplant +++ DVLAB fordert Differenzierung +++
 
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Willkommen in unserem Netzwerk!

Der DVLAB ist eine politisch und von Trägern unabhängige Berufsvereinigung. Er vertritt die Interessen von Leitungskräften aus ambulanten, teil- und vollstationären Diensten und Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe selbstbewusst und wirkungsvoll.

Die DVLAB-Mitglieder bilden in aktiven Landesverbänden starke organisierte Netzwerke zum kollegialen fachlichen Austausch. Zudem setzt der DVLAB mit seinem jährlichen Bundeskongress in Berlin sowie mit seinen Klausuren, Fachtagungen und Management-Seminaren thematische und fachliche Impulse.

Zugleich fördert der DVLAB damit die Weiterentwicklung und strategische Neuausrichtung der Altenpflege. Für Sie als Leitungskraft gilt es, auf die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen intelligente Antworten finden. Dabei unterstützt Sie unser Verband u.a. durch Wissenstransfer und funktionierende Netzwerke. DVLAB - dieser Zusammenschluss lohnt sich!

Peter Dürrmann
Bundesvorsitzender


  Corona-Prämie:
Mal so, mal so?

Die Leistungen der Pflegekräfte sind während der Corona-Pandemie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Alle Welt zollte ihnen plötzlich Respekt, nannte sie "Helden des Alltags" und erkannte die in Corona-Zeiten besonders hohen physischen und psychischen Belastungen an. Schon bald kam die Rede von einem Corona-Bonus für Beschäftigte in der Pflege auf. Die Einmal-Prämie sollte gestaffelt bis zu 1.500 Euro zeitnah ausgezahlt werden. Der Streit darüber, wer diese Kosten trägt, folgte auf dem Fuße.

Mitte Mai beschlossen Bundestag und Bundesrat dann mit dem zweiten Maßnahmepaket zur Bekämpfung der Pandemie: Alle Beschäftigten der Altenpflege - und nur der Altenpflege - erhalten im Jahr 2020 eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro pro Kopf. Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung sollen am meisten bekommen, aber auch Auszubildende, Leiharbeitskräfte, Mitarbeitende in Servicegesellschaften etc. berücksichtigt werden. Das Geld dafür kommt erstmal von den Pflegekassen. Im Herbst 2020 wollen die Bundesminister Spahn (Gesundheit) und Scholz (Finanzen) schauen, was der Bund zur Finanzierung beitragen wird.

Die Länder und Arbeitgeber können den Bonus auf bis zu 1.500 Euro aufstocken. In diese Richtung appellierte auch der Bundesgesundheitsminister ausdrücklich an die Landesregierungen. Doch die Lage bleibt uneinheitlich: Einige Länder wie Baden-Württemberg, Hamburg oder Rheinland-Pfalz wollen die zusätzlichen 500 Euro z.B. allein übernehmen. Hessen, Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern möchten die Arbeitgeber an der Aufstockung beteiligen. Wieder andere Landesregierungen, etwa in Niedersachsen, beraten noch, ob und wie sie die Bundesprämie aufstocken können. Bayern und Berlin gehen mit jeweils eigenen und selbst finanzierten Einmal-Prämien für einen jeweils unterschiedlich erweiterten Beschäftigtenkreis ihre eigenen Wege.

Der Corona-Bonus bleibt in mehrfacher ein bisschen merkwürdig. Ursprünglich als Anerkennung für Beschäftigte in der Pflege gedacht, geht die Akutpflege nun leer aus. Auch der laute Streit über die Verteilung der Kosten hinterlässt einen schalen Geschmack. Und womöglich werden einige Beschäftigte der Altenpflege unterm Strich auch weniger Prämie im Geldbeutel haben als Kolleginnen und Kollegen anderswo.

Top Aktuell

 Corona-Virus:
Neue Entwicklungen

Der Bundestag hat beschlossen, dass im Umfeld besonders gefährdeter Menschen mehr getestet werden soll, zum Beispiel in Pflegeheimen. Tests auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen sollen auch symptomunabhängig möglich sein, nicht nur bei begründetem Infektionsverdacht. Mit Inkrafttreten des zweiten Bevölkerungsschutzgesetz kann das Bundesgesundheitsministerium die Krankenkassen per Verordnung verpflichten, Labortests grundsätzlich zu bezahlen, selbst wenn keine Krankheitssymptome vorliegen.

Thüringen hat ein systematisches Corona-Testscreening beim Personal von Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und Krankenhäusern angekündigt. Personal ohne Corona-Symptome soll vorsorglich ein- bis zweimal pro Woche getestet werden. Dagegen werden anlasslose Tests z.B. von Hessen und anderen Bundesländern nach wie vor abgelehnt.

Die derzeitigen Pflegeausbildungen sind ebenfalls von der Corona-Pandemie betroffen. Auch Pflegeschulen und Hochschulen wurden geschlossen, der Unterricht erfolgte eingeschränkt und höchstens online. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) kritisierte, dass viele SchülerInnen stattdessen - ungeachtet ihres Ausbildungsstands - in den Praxiseinsatz geschickt werden würden. Ohne jegliche theoretische Vorbereitung drohe ihnen jedoch Überforderung, was zu erhöhten Ausbildungsabbrüchen führen könne, so die Junge-Pflege-Lenkungsgruppe im DBfK. Der Nachwuchs werde aber dringend benötigt und dürfe nicht "verheizt" werden.

Bei den Besuchsregelungen in Heimen sind unter Auflagen Mitte und Ende Mai 2020 Lockerungen eingetreten. Jede Pflegeeinrichtung geht entsprechend den Landesverordnungen dabei mit einem eigenen Konzept vor, um die Hygiene- und Abstandsregeln zu gewährleisten. Problematisch bleiben Besuchserlebnisse für demenzerkrankte Menschen, die Maßnahmen zum Infektionsschutz nicht verstehen, nicht hinter Plexiglasscheiben sitzen bleiben können oder ihre Angehörigen dahinter teils auch gar nicht erkennen. Heime berichten, dass viele der Betroffenen bei diesen Besuchen auch von Pflegekräften intensiv begleitet und betreut werden müssen - währenddessen und danach. Und das bei ohnehin mangelnder Personaldecke und Mehrbelastung zu Corona-Zeiten. Auf diese verdichtete Situation hatte der DVLAB verschiedene Landesregierungen vor den Lockerungen bereits hingewiesen.

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