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Fachpolitische Arbeit > Pflegekammern > Aktivitäten


 Bayern: Absage an Pflegekammer

31.03.2017   In Bayern wird es keine Pflegekammer geben. Dort geht man mit einer ,,Vereinigung der bayerischen Pflege“ seinen eigenen Weg. Der Arbeitgeberverband Pflege schreibt dazu am 19. Juli 2016: "Die neue Interessenvertretung in Bayern ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Mitgliedschaft ist freiwillig, es gibt keine Pflichtbeiträge. Die ,,Vereinigung der bayerischen Pflege“ wird bei allen Gesetzgebungsverfahren und sonstigen Vorhaben der Staatsregierung, die die Pflege betreffen, angehört und eingebunden."

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte schon früh statt auf eine Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft und Pflichtbeiträgen auf einen beitragsfreien "Pflegering" als Körperschaft des öffentlichen Rechts gesetzt. Hier können Pflegekräfte und ihre Berufsverbände freiwillig Mitglied werden.

Am 28. Januar 2016 fand die erste Sitzung der Gründungskonferenz zur Errichtung einer bayerischen Pflege-Interessenvertretung statt. Pflegeverbände, die weiterhin eine Pflegekammer fordern, waren nicht vertreten.

Dazu hat das Ministerium vor kurzem die Kampagne "GEMEINSAM. DIREKT. STARK...find ich gut" gestartet, die für den Pflegering wirbt. Der bpa schätzte diesen Weg als „beispielgebend“ ein und hat dazu alle seine Einrichtungsleitungen entsprechend informiert.

Der DVLAB-Bundesvorsitzende Peter Dürrmann teilt die Einschätzung des bpa. Er hält die Idee eines Pflegerings für eine "wirksame Alternative zur Zwangsverkammerung der Pflegenden" und die Aktion des bpa für richtungsweisend. Nun möchte er den Widerstand, den der DVLAB in Niedersachsen gegen die Errichtung einer Pflegekammer organisiert hatte, in Bayern fortsetzen. Der Bundesvorstand und der Bund-Länder-Rat werden jetzt diskutieren und entscheiden, ob der DVLAB auch in Bayern vergleichbare Aktionen starten soll. "Bei einem positivem Votum werden wir anschließend versuchen, unsere bayerischen KollegInnen zur Mitwirkung zu aktivieren", so Dürrmann am 12. Oktober 2015.

Der bayerische Weg zeigt aktuell, dass es einen Kompromiss gibt, den Kammer-Befürworter und -Gegner gemeinsam tragen können: Eine Vereinigung für die Pflege, die ohne Zwangsmitgliedschaft, Pflichtbeitrag und Berufsgerichtsbarkeit auskommt.

Hier eine Gegenüberstellung Pflegering und Pflegekammer im Vergleich

Hier der Flyer GEMEINSAM. DIREKT. STARK. des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Internetseite: www.gemeinsam-direkt-stark.de

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Top Aktuell

  23. Bundeskongress:
Aktuell, intensiv und hoch frequentiert

Erfolg hat viele Gesichter und quantitative wie qualitative Dimensionen. In diesen Koordinaten war der komplett ausgebuchte 23. Bundeskongress des DVLAB am 23./24. November 2017 erfolgreicher als jemals zuvor in den letzten Jahren. Einerseits konnte der Bundesvorsitzende Peter Dürrmann erstmals 500 (!) Leitungskräfte und Expertinnen/Experten in Berlin begrüßen. Für so viel Andrang war das Raumkonzept eigens komfortabel erweitert worden. Andererseits war das starke Interesse, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend rückmeldeten, der aktuellen Themenauswahl geschuldet: Das diesjährige Programm unter dem Titel "Altenhilfe 2021 - Reformen vollenden, stationäre Pflege stärken" hatte magnetische Wirkung entfaltet und im Ergebnis die Erwartungen an neue Erkenntnisse, Einblicke in die Zukunft und wertvolle Informationen für die Praxis noch übertroffen.

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  Fachtagung zum Brennpunkt: Personalbemessung

Die stationäre Pflege steht vor geronto-
psychiatrischen Heraus-
forderungen. Sie muss ihnen wirksam begegnen - jetzt! Aber wie? Diese Frage greift der DVLAB auf seiner zukunftsweisenden Fachtagung am 12. Dezember 2017 in Kassel auf: "Brennpunkt: Personalbemessung - Pflegegrad- und Budget-
entwicklung in der stationären Pflege". Das Referententeam Peter Dürrmann, Stephan Dzulko, Karin Kinzel und Dr. Sebastian Weber thematisiert in Kassel die zentralen Aspekte und Handlungsfelder.

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