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 Koalitionsvertrag steht - mit vielen Plänen für die Pflege

08.02.2018  
Nach ersten Sondierungsgesprächen haben die Unionsparteien und die SPD knapp zwei Wochen gebraucht, dann stand der 177 Seiten starke Koalitionsvertrags. Er trägt den Titel "Ein neuer Aufbruch für Europa - Eine neue Dynamik für Deutschland - Ein neuer Zusammenhalt für unser Land". Die Zustimmung der SPD-Mitglieder steht aber noch aus.

Im Kapitel VII "Soziale Sicherheit gerecht und verlässlich gestalten" des Koalitionsvertrages sind sieben Seiten auch dem Thema "Gesundheit und Pflege" gewidmet. Mit Blick auf die Pflege hegt die mögliche neue GroKo zusammengefasst folgende Absichten:

▶︎ In Pflegeeinrichtungen sollen in Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungspflege sofort 8.000 neue Fachkraftstellen geschaffen werden – voll finanziert aus Mitteln der GKV.

▶︎ Die Sachleistungen sollen in der Altenpflege kontinuierlich an die Personalentwicklung angepasst werden.

▶︎ In einer „Konzertierte Aktion Pflege“ soll die Situation in der Altenpflege bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Dazu gehören u.a.: verbindliche Personalbemessungsinstrumente (bereits in der Entwicklung), die auch die Pflegesituation in der Nacht berücksichtigen; eine Ausbildungsoffensive, verbesserte Rückkehrmöglichkeiten von Teil- in Vollzeit, ein Wiedereinstiegsprogramm, eine verbesserte Gesundheitsvorsorge für Beschäftigte sowie die Weiterqualifizierung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern zu Pflegefachkräften.

▶︎ Es soll gesetzlich geregelt werden, dass die Altenpflege ihr Personal künftig flächendeckend nach Tarif bezahlt. Geplant ist auch die Angleichung des Mindestlohns in Ost- und Westdeutschland.

▶︎ Zur Stärkung der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum sollen bei längeren Anfahrten die Wegezeiten besser honoriert werden.

▶︎ Ein jährliches Entlastungsbudget, das Leistungen Leistungen in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege und in der Tages- und Nachtpflege zusammenfasst und flexibel genutzt werden kann, soll pflegende Angehörige besser stärken und die ambulante Pflege entbürokratisieren. Die Kurzzeitpflege soll wirtschaftlich tragfähig vergütet werden.

▶︎ Der präventive Hausbesuch soll durch Mittel des Präventionsgesetzes gefördert werden, damit Pflegebedürftigkeit möglichst gar nicht erst entsteht. Die Kommunen sollen verstärkt die regionale pflegerische Versorgungslandschaft mitgestalten. Die Pflegeeinrichtungen und kassenärztlichen Vereinigungen sollen verpflichtend Kooperationsverträge abschließen.

▶︎ Mit Blick auf das im Sommer 2017 verabschiedete und in Teilen bereits in Kraft getretene Pflegeberufereformgesetz heißt es: Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie die Finanzierungsverordnung sollen "zeitnah" vorgelegt werden.

Hier der vollständige Abschnitt "Gesundheit und Pflege" im Koalitionsvertrag


 Management-Seminare 2018: Aktuelles Fortbildungsangebot

14.01.2018   Der DVLAB hat sein Seminar-Angebot für die erste Jahreshälfte 2018 wieder breit aufgelegt und an aktuellen Fragen ausgerichtet. Die Themen in ...


 Ergebnisse der Sondierungsgespräche zum Thema Pflege

12.01.2018   Die Unionsparteien und die SPD haben heute nach einem nochmaligen Sondierungsmarathon bis in die Morgenstunden den Durchbruch geschafft. In wesentlichen Punkten ...


 Sondierung gestartet - mit offenem Ergebnis für die Altenpflege

07.01.2018   Die Spitzen von CDU, CSU und SPD sind in die Sondierungen einer möglichen Regierungsbildung gestartet. Die Unionsparteien präferieren eine stabile große ...


 DVLAB: Mitgliedschaft im E.D.E. erlischt heute

31.12.2017   Mit heutigem Datum endet die Mitgliedschaft des DVLAB in der Europäischen Vereinigung der Leiter und Träger von Einrichtungen der Langzeitpflege (E.D.E.). ...


 Der Bundesvorstand wünscht frohe Weihnachten!

21.12.2017   Der DVLAB-Bundesvorstand dankt allen Verbandsmitgliedern für die in 2017 geleistete ehrenamtliche Arbeit in den Landesverbänden und im Bundesverband. Wieviel dieses Engagement ...


 Fachtagung: "Brennpunkt: Personalbemessung"

15.12.2017   Die stationäre Pflege muss den gerontopsychiatrischen Herausforderungen JETZT wirksam begegnen - und nicht erst 2020 oder später! Gerade in Sachen Personalbemessung ...

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  Koalitionsvertrag steht: Pläne für die Pflege

Die Unionsparteien und die SPD haben sich am 7. Februar 2018 auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Darin hegen sie mit Blick auf die Pflege viele Pläne. In Pflegeeinrichtungen sollen z.B. sofort 8.000 neue Fachkraftstellen für die medizinische Behandlungspflege geschaffen werden, voll finanziert aus Mitteln der GKV. Außerdem soll die Altenpflege ihr Personal künftig flächendeckend nach Tarif bezahlen. Auch der Mindestlohn soll in Ost und West angeglichen werden.

Hier mehr Informationen

  Fachtagung zum BTHG:
Gleich anmelden!

Welche Chancen und Risiken bringt das Bundes-
teilhabe-
gesetz (BTHG) für Einrichtungen der Eingliederungshilfe? Diese Frage erörtert der DVLAB ausführlich am 27. März auf einer Fachtagung in Kassel. Eingeladen sind Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe. Namhafte Expertinnen/Experten werden zu praxisrelevanten Fragen referieren.

Hier das Programm und Anmeldemodalitäten


  Seminar im Februar:
Planung von Personaleinsatz

Wie können Sie Ihren Personaleinsatz erfolgreich planen und gestalten? Das zeigt Ihnen Georg Nicolay (Foto) am 28.02.2018 in Nürnberg. Auf dem Management-Seminar hat der Experte des DVLAB auch praxisorientierte Beispiele dabei - vom Nettostundendienst bis zu Jahresarbeitszeit-Modellen.

Hier geht`s zur Ausschreibung und Anmeldung

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